Diese Hoffnung ist für uns ein sicherer und fester Anker, der hineinreicht in den himmlischen Tempel,
bis ins Allerheiligste hinter dem Vorhang. Hebr 6,19 (Hfa)

Foto: Schiffsbegrüßungsanlage Wedel, ©privat
Wenn ich das Wort „hoffen“ höre, ist das für mich stets mit einer Verunsicherung verbunden. Das kennt
wohl jeder:
* Ich hoffe, dass meine Mannschaft das nächste Spiel gewinnt.
* Ich hoffe, dass das Wetter es zulässt, dass wir grillen können.
* Ich hoffe, dass sie ihre Reise heil beenden.
Diese Hoffnung ist immer mit dem Wunsch nach einem guten, ersehnten Ausgang verbunden - doch ob
es so kommt, weiß man nicht.
Im Hebräerbrief heißt es nun, dass unsere Hoffnung wie ein Anker ist, der im Allerheiligsten, im
himmlischen Tempel festgemacht ist. Da bleibt kein Interpretationsspielraum: Hier geht es um eine ewige
Sicherheit und nicht um eine vage Sehnsucht, dass am Ende alles gut ausgehen möge. Dass in der Bibel
die Ewigkeitshoffnung viel mit Sicherheit zu tun hat, lesen wir ebenfalls im Hebräerbrief:
Der Glaube aber ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man
nicht sieht. (Hebräer 11,1 ELB)
Die Elberfelder Bibel versucht die Worte exakt zu übersetzen. Dadurch ist sie nicht so flüssig zu lesen,
führt aber manchmal, wie hier, zu einer Klarheit, was gemeint ist: Glaube ist Vertrauen. Ich vertraue
meinen Eltern / meinen Kindern / meinen Freunden, dass sie für mich da sind. Ich hoffe auf ihre
Zuverlässigkeit und weiß zugleich, dass sie es sein werden, soweit es ihnen irgendwie möglich ist. Die
Hoffnung wird nicht enttäuscht werden. Und wo menschliche Begrenzung dann am Ende manchmal doch
zur Enttäuschung führen kann, dürfen wir das nicht auf Gott übertragen: Er kann alles. Was er sagt, das
tut er auch - ohne Wenn und Aber!
Ich denke, dass die meisten von uns schon mindestens einmal erlebt haben, dass Gott Dinge möglich
machte, die uns für unmöglich erschienen waren. Wo immer wir das erlebt haben, hat uns Gott in
unserem Kleinglauben „überführt“: Er hat gezeigt, dass ER es kann, auch wenn wir es anzweifelten. Um
diese zuversichtliche Hoffnung, dass Gott rechtzeitig kommt und uns in keiner Lage loslässt, geht es in
dem Monatsspruch: Als Kinder Gottes ist unser Leben in Gott verankert. Näher als im Allerheiligsten
konnte man im Tempel Gott nicht kommen. Das ist ein starkes Bild: Mein Leben ist fest in Gott
verankert. Die Ankerkette sorgt dafür, dass, egal wie hoch der Wellengang ist, woher der Wind auch weht,
ich nicht von Gott weggetrieben werden kann.
Darum: Egal, wie es dir gerade geht, ob du in ruhigem Wasser oder stürmischer See unterwegs bist: Mit
Jesus ist dein Leben fest in Gott verankert. Er hält dich fest. Für diese Hoffnung lass keinen Zweifel zu!
Denn Jesus hat versprochen:
Ich (Jesus) gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus
meiner Hand rauben. (Johannes 10,28 / ELB)
Walter Undt