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Andacht Februar

Und du sollst dich an all dem Guten freuen, das der HERR, dein Gott, dir und deinem Haus gegeben hat, du und der Levit und der Fremde, der in deiner Mitte wohnt. 5. Mose 26,11 (Elf)   

Worüber freust du dich - so richtig, meine ich. Also: von ganzem Herzen und jeder erfährt, dass du gerade eine neue Drohne, ein neues Auto, neues …. gekauft hast und wie gut es dir gefällt.

Schön war die Zeit, als die Kinder klein waren und sich so richtig über die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum oder zu ihrem Geburtstag freuten. Irgendwann wuchsen die Ansprüche - am Ende gab es dann nur noch Geld, damit man nicht etwas schenkt, worüber der andere sich nicht freuen kann. Doch - zumindest bei mir - ist es immer noch ein schöneres Gefühl, wenn ich etwas konkret schenken kann, worüber der andere sich freut.

Da schenkte ich vor zwei Jahren einem lieben alten Freund, den ich nur noch sehr selten sehe, einen kleinen, einfachen Solarbrunnen. Ein Jahr später, als der Winter vorüber war, bekam ich eine E-Mail, bei der er sich noch einmal dafür bedankte, weil er sich so sehr darüber freute. Am Ende freuen sich dann immer zwei!

Auf der anderen Seite gibt es aber auch die, sie sich nur schwer bis gar nicht bedanken können. Stundenlang hat man ihnen geholfen, viel Arbeit abgenommen, viel Zeit und Kraft investiert - aber es kommt nichts zurück. Es wird so verständlich genommen, dass es dem, der es gern gegeben hat, weh tut.  

„Vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!“ heißt es später in Psalm 103, verbunden mit der Aufforderung „Lobe den Herrn, meine Seele!“.

Dankbarkeit scheint nicht zu den natürlichen Stärken der Menschheit zu gehören. Auch nicht bei den Frommen, wie wir vielfach in der Bibel lesen können. Dabei führt Danken immer dazu, dass zwei Seiten sich freuen. Danken hebt die Stimmung. Danken macht den Blick frei für das, was man hat und lenkt den Blick weg vom Neid. Neid sieht nur, was der andere mehr hat. Dank sieht, was man selbst hat!

In 5. Moe 26,11 geht die Aufforderung zur Dankbarkeit konkret an die Priester und Leviten! Der Aufruf, sich an dem Guten zu freuen, gehört zu den Ausführungen, wo das gottesdienstliche Leben geregelt wird, wie die Spenden und Opfergaben aufzuteilen sind, damit Priester, Leviten und ihre Angestellten davon leben können.

Wir stellen fest: Bis in die höchsten frommen Kreise ist der Dank kein Selbstläufer. Nicht im AT und auch nicht im NT! Dabei haben wir unzählbar viele gute Gründe, Gott rund um die Uhr dankbar zu sein.

*  Kannst du dich noch darüber freuen?

*  So wie ein Kind über die kleinen Geschenke an Weihnachten oder zum Geburtstag?

*  Kannst du noch fröhlich jedem erzählen, wofür du Gott alles dankbar bist?

Wenn ja - dann tue es! Das erfreut unseren Gott und dich!

Wenn nicht - dann übe es neu. Denn - und auch das steht in diesem Aufruf - Gott möchte, dass du dich freust und dass du diese Freude mit deinem ganzen Umfeld teilst. Probiere es einfach mal wieder aus!  

Walter Undt