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Andacht März

 

Was für ein Gott!

 

Wenn ich mal etwas Zeit habe, sehe ich mir gern spannende Filme und nicht so brutale Krimis an. So humorvoll sie auch sind, wenn die Kommissare eine Todesnachricht überbringen müssen, wird die Sache ernst - im Film wie im Leben.

Verdächtig wird es in solchen Szenen immer dann, wenn nahe Verwandte die Todesnachricht erhalten und keine Gefühlsregung zeigen. Keine Betroffenheit, keine Trauer, nichts. Da passt etwas nicht. Da lief in der Beziehung wohl etwas gewaltig schief. 

 

Christsein bedeutet Jesus nachfolgen. Christsein ist keine Religion, sondern ein Beziehungsstatus. Ich lebe in einer lebendigen Beziehung mit Jesus Christus, die sich dadurch auszeichnet, dass ich mit ihm kommuniziere. Wenn ich Bibel lese, höre ich, wie er zu mir redet. Wenn ich bete, rede ich zu ihm. Ich darf über alles mit Jesus reden, in dem Wissen: Jesus ist an mir mindestens genauso interessiert wie ich an ihm. 

Und das Wunderbare daran ist, dass wir keinen gefühllosen Gott haben. Wir sind keinem Schicksal hilflos ausgeliefert, sondern wir haben einen heißen Draht zu dem Gott, der ALLES gemacht hat, ALLES tun und verändern kann.

 

Dieser allmächtige Gott fühlt mit seinen Menschen mit. In Johannes 11,35 weint er. Weint er, weil sein Freund Lazarus gestorben war?

Ich bin mir da nicht so sicher, denn Jesus wusste, dass er ihn gleich wieder von den Toten auferwecken würde. Der Tod ist für Jesus überhaupt kein Problem, was nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt allen klar sein müsste.

 

Ich glaube eher, dass Jesus das Mitleid mit den Trauernden überkam. Er sah die Menschen in ihrer Not, ihrem Leiden, ihrem Dem-Tod-ausgeliefert-Sein, weil seit dem Sündenfall die Welt nicht mehr das ist, was sie sein sollte.

 

Kurz vor seiner Kreuzigung, als die Menschen weinten und klagten, dass Jesus zum Tod verurteilt war, sagte er: „Weint nicht über mich! Weint über euch selbst und über eure Kinder!“ Unsere Trennung von Gott mit allen Folgeerscheinungen ist es, die zum Heulen ist!

Als Jesus seinen letzten Gang ging, um für diese Trennung von Gott einen Ausweg zu schaffen, weinte er auch (Hebräer 5,7). 

Wir haben einen Gott, der mit uns mitfühlen kann (Hebr. 5,2). Jesus weiß um unsere Tränen. Obwohl wir alle uns das mit unserer Sünde selbst eingebrockt haben, leidet unser Schöpfer mit uns mit. Am Ende wird Gott sogar persönlich allen seinen Kindern die Tränen trocknen (Offenbarung 21,4).

 

Darum lass dir nie einreden, dass Jesus Christus nicht mit dir mitfühlen kann. Er tut es. Darum kannst du immer zu ihm kommen, ob du dich freust oder versagt hast - wenn er dein Gott ist, freut er sich mit und will dich trösten, wenn du traurig oder ängstlich bist. So einen Gott gibt es nur einmal. Wunderbar für jeden, der in einer persönlichen Beziehung mit ihm lebt!

 

Walter Undt